27. Oktober 2017 | Aktuelles, Alle Nachrichten

Die europäische Norm „Bewertung der Freisetzung gefährlicher Stoffe – Bestimmung der Emissionen in die Innenraumluft“ wurde Anfang Oktober 2017 als EN 16516 vom Europäischen Komitee für Normung (Comité Européen de Normalisation – CEN) veröffentlicht.

Bislang lag diese Norm in einer Entwurfsform als prEN zur öffentlichen Umfrage vor.

Die Bekanntmachung dieser EN auf nationaler Ebene muss nun bis Ende Januar 2018 erfolgen, die Einführung bis Ende April 2018. Zu diesem Zeitpunkt müssen auch nationale Normen, die inhaltlich abweichen, zurückgezogen werden.

Die EN 16516 soll in den harmonisierten Normen zur CE-Kennzeichnung von Bauprodukten als Prüfnorm übernommen werden. Ziel ist, dass dann ein europäisch einheitliches Prüfverfahren zur Bewertung von VOC-Emissionen aus Bauprodukten zur Verfügung steht. Zusätzlich arbeitet die EU-Kommission derzeit im Rahmen eines sogenannten delegierten Aktes an einem neuen Klassifizierungssystem zur Einordnung der Ergebnisse aus den Emissionsprüfungen. Auf dieser Grundlage können dann nationale Regelungen zu Bauproduktkennzeichnungen bezüglich der Produktemissionen ersetzt bzw. europäisch vereinheitlicht werden.

Bereits jetzt verweisen die Prüfkriterien vieler Gesetzgebungen (z.B. die belgische VOC-Verordnung, AgBB Deutschland) oder freier Zertifizierungsstellen (z.B. Blauer Engel, emicode, das finnische M1, eco-INSTITUT-Label) auf die Vorgaben der EN 16516.

Das Prüfverfahren zur „Bewertung der Freisetzung gefährlicher Stoffe – Bestimmungen der Emissionen in der Innenraumluft“ bezieht sich auf flüchtige organische Verbindungen (VOC), schwerflüchtige organische Verbindungen (SVOC) und leichtflüchtige Aldehyde. Die Methode basiert auf der Prüfkammermessung und anschließender Analyse der Verbindungen  per GC-MS oder HPLC.

Zum Standard auf der Seite des CEN

 

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