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Test: Flip-Flops - Auf die Zehen getreten

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[Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug]
Quelle: ÖKO-TEST

Bunte Zehensandalen sind modisch top, in der Schadstoffbilanz meist aber Flops. Im Test entpuppten sich 17 von 25 der leichten Treter als schwere Gesundheitssünder. Lediglich drei Paare sind ohne Einschränkung zu empfehlen.


"Batman"-Regisseur Joel Schumacher trägt sie bei Presseterminen, Frankreichs Leinwandschönheit Ludivine Savignier schmückt sich damit am Pool und halb Asien läuft auf ihnen: Zehenstegpantoletten, flippige bunte Sandalen für Strand und Szene-Cafés, landläufig auch Flipflops genannt.
Die Schlappen bestehen meist aus einer Kunststoffsohle ohne aufwändiges Fußbett und einem häufig geklebten, seltener auch gespritzten Zehensteg, der zum Laufen zwischen großem Zeh und den kleineren Nachbarn eingeschoben wird. Der Schuhtyp Zehengreiferpantolette, sagt Konrad Weißler vom Offenbacher Schuhinstitut, sei einer der ältesten Schuhe überhaupt. War er in der Antike bereits universell verbreitet, in den 60er Jahren schon als Strandschuh populär, haben die Modemacher ihn jetzt auch in die Stadt gespült.
Ein weiterer Trend: Die flachen Schlappen bekommen hinten etwas Absatz: "Vorne Adidas, hinten Hacken. Sportiv und damenhaft. Eine nette Nebensache." In der allgemeinen Sparsituation, so argumentieren Brancheninsider, sei dieses Schuhmodell gut geeignet, bei moderaten Preisen modische Akzente zu setzen. Dr. Markus Scherer, beim Pirmasenser Prüf- und Forschungsinstitut für die physikalisch-technische Prüfung von Schuhen zuständig, schätzt die durchschnittliche Lebensdauer der Schlappen denn auch nur auf einen Sommer.
ÖKO-TEST hat 25 bunte Sommerschlappen zwischen 3,95 und 44,90 Euro in Kaufhäusern, Boutiquen und Schuhgeschäften eingekauft und in die Labore geschickt.
Das Testergebnis
Nur drei Produkte haben die Testkriterien ohne Beanstandungen erfüllt und sind "sehr gut". Vier bekommen das Testurteil "befriedigend", einer ist "ausreichend", drei sind "mangelhaft". 14 von 25 Modellen fielen mit dem schlechtesten Testurteil "ungenügend" durch. Keiner der "sehr guten", dafür aber fast alle der mit "ungenügend" beurteilten Schuhe bestehen aus PVC/PVDC/chlorierten Kunststoffen. Die sind von Haus aus hart und spröde und werden daher mit Phthalaten weich und biegsam gemacht. Diese Weichmacher, die im Verdacht stehen, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und darüber hinaus wie ein Hormon zu wirken, fanden die Labore in 17 Modellen größere Mengen.
Zinnorganische Verbindungen wie das giftige Dibutylzinn (DBT) und Tributylzinn (TBT) sind in der Umwelt schwer abbaubar, dennoch weisen 15 Schuhe zum Teil hohe Gehalte davon auf. Bereits sehr kleine Mengen genügen, um das Immun- und Hormonsystem von Tieren und vermutlich auch des Menschen durcheinander zu bringen.
Phosphororganische Verbindungen, die ÖKO-TEST in vier Modellen gefunden hat, werden meist als Flammschutz eingesetzt, können aber über die Haut aufgenommen werden und wirken häufig nervengiftig. Blei wird in Farben und für bestimmte Kunststoffeigenschaften verwendet und kann im Körper angereichert zu Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Gewichtsabnahme führen. In zwei Schuhen steckt sehr viel davon. Chrom ist als Spurenelement in der Nahrung unbedenklich, verseucht aber bei der Lederverarbeitung über die Abwässer Flüsse und Meere und ist giftig für die Mikroorganismen im Wasser. Es wird zudem oft in Farben eingesetzt und ist in drei Zehenstegpantoletten in hohem Anteil nachgewiesen worden.
So reagierten die Hersteller
Peek&Cloppenburg teilt mit, das getestete Modell sei zur Vermeidung jeglicher Gesundheitsgefahren der Kunden vom Importeur zurückgezogen worden. Laut Anbieter genügten sie dem Ökotex Standard 100, von den Schuhen gehe vermutlich keine gesundheitliche Gefährdung aus. Peek&Cloppenburg wolle aber nur mit erstklassigen Produkten auftreten. Die Firma Puma teilte uns mit, dass die Umstellung auf PVC-freie Produkte "nahezu abgeschlossen sei". Deichmann prüft, ob Kunden generell gebrauchte Schuhe zur fachgerechten Entsorgung abgeben können.

Den vollständigen Test lesen Sie in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Öko-Test oder unter

http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?s...

 
 

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