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Test Vliestapeten: Dekorative Luftverpester

01.02.2010
[Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel]
Quelle: ÖKO-TEST

Bei Heimwerkern sind Vliestapeten beliebt. Denn im Gegensatz zu Raufaserprodukten müssen sie nicht eingeweicht werden und können direkt an die eingekleisterte Wand geklebt werden. Außerdem sind sie maßstabil. Doch mit Vliestapeten holt man sich auch riesige Flächen eines problematischen Kunststoffs ins Haus, warnt das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST. „Viele Produkte werden mit PVC aufgeschäumt, damit sie weich, elastisch und lichtbeständig bleiben“, erklärt Chefredakteur Jürgen Stellpflug. Ebenso enthalten sie große Mengen an Phthalatweichmachern. Die wirken sich negativ auf das Hormonsystem aus und können Leber sowie Nieren schädigen.


Die Schadstoffe stecken zwar in den Tapeten, sie verbreiten sich aber über den Hausstaub in der Wohnung und werden so vom Körper aufgenommen. „Dazu kommt, dass mittlerweile im Haushalt jede Menge Kunststoff vorhanden ist, etwa im Laminat, im Fenster, in den Möbeln mit beschichteter Oberfläche, im Computer und der Unterhaltungselektronik – das summiert sich auf, so dass von einem gesunden Wohnklima nicht mehr die Rede sein kann“, sagt Jürgen Stellpflug.

Die von ÖKO-TEST beauftragten Labors haben außerdem festgestellt, dass einige Vliese und Vliestapeten zu viele flüchtige organische Verbindungen (VOC) ausgasen. „Bei sensiblen Menschen kann das dazu führen, dass die Augen und Schleimhäute gereizt werden“, fügt der Chefredakteur hinzu. ÖKO-TEST rät Heimwerkern, Tapeten, die mit PVC aufgeschäumt sind, besser im Regal liegen zu lassen und lieber geprägte Tapeten, glatte Vliese oder Raufaser zu wählen.

http://www.oekotest.de

 
 

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