Formaldehyd wird in der EU als krebserzeugend 1B und mutagen 2 eingestuft

Freitag, 20. Juni 2014

Kategorie: Kundeninfo des eco-INSTITUT, Recht, Gesundheit, Chemikalien
Quelle: UL ECO-INSTITUT

Die lang diskutierte Neueinstufung von Formaldehyd wurde mit der Verordnung EU 605/2014 der Kommission vom 5. Juni 2014 zur Änderung der Verordnung EU  1272/2008 (CLP-V) veröffentlicht: Ab dem 1. April 2015 wird der Anhang VI dieser Verordnung dahingehend geändert, dass Formaldehyd als Carc. 1B und Muta. 2 gekennzeichnet werden muss. Laut dieser Verordnung darf die harmonisierte Einstufung von Formaldehyd  bereits ab sofort verwendet werden. Somit ist die Änderung der Einstufung erfolgt und muss innerhalb der gesetzten Frist für die zutreffenden Stoffe und deren Gemische vollzogen werden.

Die Kategorie 1B besagt, dass die krebserregende Wirkung im Tierversuch nachgewiesen wurde und beim Menschen wahrscheinlich ist. Die Einstufung erfolgt überwiegend aufgrund von Nachweisen bei Tieren. Formaldehyd ist bislang in Deutschland mit dem Verdacht auf karzinogene Wirkung bzw. als „möglicherweise krebserregend“in Kategorie 3 nach 67/548/EWG (alte Kennzeichnung) und Kategorie 2 nach EG 1272/2008 (neue Kennzeichnung) eingestuft.

Im Bereich des Arbeitsschutzes werden vermutlich bald niedrige Arbeitsplatzgrenzwerte rechtlich verbindlich. In Produktionsanlagen sind dann auch niedrigere Grenzwerte gemäß der sog. TA – Luft einzuhalten (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft ).

Es ist möglich, dass diese Änderung in näherer Zukunft auch Folgen beispielsweise hinsichtlich von AgBB/DIBt, E1-Klassifikation, Blauer Engel und weiteren Labeln nach sich ziehen wird. Formaldehyd ist jedoch ein VVOC (very volatile organic compound) welche im AgBB Schema derzeit nicht bewertet werden.

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Zur Verordnung

Die Änderung wurde auch bereits in die KMR-Liste des IFA übernommen

AKTUELL: eco-INSTITUT anerkannt als QDF-Prüflabor

Seit Mai 2016 ist das eco-INSTITUT Köln als offizielles Prüflabor der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) zur Durchführung von Holzwerkstoffanalysen nach den Standards der QDF gelistet. Die QDF-Richtlinie für Holzwerkstoffe umfasst Prüfkammermessungen auf die Formaldehydemissionen sowie Analysen auf Schwermetalle und die Holzschutzmittel PCP und Lindan. Zur Pressemitteilung

Mai 2016: Das eco-INSTITUT Köln ist ab sofort offizieller Prüfpartner der SCS Global Services (SCS) und berechtigt, die VOC-Emissionsprüfungen für die Zertifizierungsprogramme des Partners - SCS Indoor Advantage™, SCS Indoor Advantage™ Gold und FloorScore® - durchzuführen. Zur Pressemitteilung

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