6. April 2020 | Aktuelles, Alle Nachrichten, Nachrichten aus aller Welt

Mitte März wurde die neue GOTS-Version 6.0 veröffentlicht. Sie löst die vorherige Version 5.0 ab und tritt zum 1. März 2021 in Kraft. 

In der GOTS-Pressemitteilung vom 19. März 2020 heißt es dazu:

Der Ansatz des alle drei Jahre stattfindenden Revisionsprozesses besteht darin, strengere ökologische und soziale Kriterien festzulegen und gleichzeitig die Relevanz des Global Organic Textile Standards zu erhalten. Internationale Stakeholder mit Fachwissen im Bereich der ökologischen Produktion, der Textilverarbeitung, der Textilchemie und der sozialen Kriterien sowie Vertreter der Industrie, NGOs und Verbraucher haben im Laufe des letzten Jahres in mehreren Konsultationsrunden zur neuen Version 6.0 beigetragen. […]

GOTS definiert weltweit anerkannte Anforderungen, die einen von Dritten zertifizierten ökologischen Status von Textilien mit vollständiger Rückverfolgbarkeit vom Feld bis zum fertigen Produkt gewährleisten. Mit diesem Ziel vor Augen wurden Schlüsselanforderungen wie der Gehalt an zertifizierten ökologischen Fasern, das generelle Verbot von toxischen und schädlichen Chemikalien, konventioneller Baumwolle und unbehandeltem Polyester sowie das Management der sozialen Konformität beibehalten, während andere Kriterien verschärft wurden.

Was die GOTS-Umweltkriterien betrifft, so wurden Anforderungen an die Produktverantwortung und die Umweltgesundheit und -sicherheit (EHS) für zugelassene chemische Rezeptoren eingeführt.

Das neu veröffentlichte Testprotokoll ISO / IWA 32 für das GV-Screening von Baumwolle dient als anerkannte Screening-Methode für das Vorhandensein von GVO.

In der neuen Version wird die Lockerung für den zusätzlichen Gehalt an regenerierten und nativen synthetischen Fasern für Socken, Leggings und Sportbekleidung aufgehoben.

Zusätzlich sind nun Produktqualitätsstandards für Farbechtheit und Formbeständigkeit obligatorisch. Spezifische neue Anforderungen für Tampons und Textilien mit Lebensmittelkontakt wurden aufgenommen.

In Bezug auf die GOTS-Sozialkriterien enthielt GOTS dynamischere Elemente: Zertifizierte Stellen müssen nun die Lücke der tatsächlich gezahlten Löhne zum „existenzsichernden Lohn“ berechnen (nach anerkannten Berechnungsmethoden). Darüber hinaus werden sie ermutigt, auf die Schließung dieser Lücke hinzuarbeiten. Spezifische Hinweise auf die OECD-Richtlinien zur Sorgfaltspflicht und zur guten Praxis für soziale Kriterien und Risikobewertung sowie auf ethische Geschäftspraktiken wurden ausdrücklich aufgenommen.

„Die GOTS-Version 6 fördert unsere Mission nach und nach. Nach einer der produktivsten Kommentierungsperioden in der Geschichte der Überarbeitung reift das GOTS nach intensiven Konsultationen innerhalb des GOTS-Standardkomitees, externer Experten und Beiträgen von Interessengruppen weiter in seinem Umfang. Ich freue mich über das Ergebnis dieser Beratungen und bin zuversichtlich, dass das GOTS auch weiterhin die führende Position einnehmen wird, die es ist“.

Rahul Bhajekar, GOTS-Geschäftsführer und Koordinator des Normungsausschusses des GOTS.

Die Übergangszeit für die Nutzer des GOTS zur vollständigen Einhaltung der neuen Version wird ein Jahr betragen. Die Standardversion und das entsprechende Implementierungshandbuch sowie die Liste der Änderungen sind auf der Website verfügbar und können heruntergeladen werden.


(Quelle: https://www.global-standard.org/de/informations-zentrum/news/347-press-release-gots-version-6-0-released.html)

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