Die GEV hat ihre Prüfmethode aktualisiert und zum 22. Juni 2026 wichtige Änderungen veröffentlicht.
Für herstellende Unternehmen und Prüflabore ergeben sich daraus insbesondere zwei Neuerungen:
Neue Produktgruppe 9.1: Schmelzklebstoffe
Das EMICODE®-System wurde um die neue Produktgruppe 9.1 „Schmelzklebstoffe für punkt- und linienförmige Anwendung im Innenraum“ erweitert.
Für die Emissionsprüfung von Schmelzklebstoffen wurde ein neues Prüfverfahren in die GEV-Prüfmethode aufgenommen. Die Prüfung erfolgt analog zu Fugendichtstoffen mit einer Schichtdicke von 3 mm, einer Fugenbreite von 10 mm und einer Beladung von 0,007 m²/m³. Die entsprechende Vorgehensweise ist im neuen Kapitel 3.2.2.4 beschrieben.
Harmonisierung der Cluster-Quantifizierung
Darüber hinaus wurde das Kapitel 3.6.2.5 „Komplexe Stoffgemische (Cluster)” überarbeitet. Die Quantifizierung von Clustern im GC/MS wurde an die Vorgaben der DIN EN 16516 angepasst. Ziel ist eine einheitlichere und konsistentere Bewertung komplexer Stoffgemische. Die Quantifizierung erfolgt künftig mithilfe des TIC-Responsefaktors für Toluol; eine Zuordnung zu NIK-Werten ist dabei entsprechend zu berücksichtigen.
Anerkanntes GEV-Prüflabor
Das eco-INSTITUT ist anerkanntes GEV-Prüflabor und berechtigt, Verlegewerkstoffe, Fugendicht- und dämmstoffe, Oberflächenbehandlungsmittel für Parkett, Lösemittel nach den EMICODE®-Kriterien zu prüfen. Sprechen Sie uns an! Weitere Informationen zum GEV-EMICODE finden Sie auch hier.
Quelle: https://www.emicode.com/wp-content/uploads/2026/06/GEV-Pruefmethode-2026-04-16.pdf (zuletzt abgerufen 16. Juli 2026)